von Dave | Feb. 17, 2018 | Allgemein, Turniere
Am 4.März starten wir erstmalig in Wittenberge bei der NBMM. Die Absage zweier Hamburger Teams und der gute 8.Platz bei der HBMM machen es möglich. Dort geht es dann gegen HSK, Werder Bremen, Kreuzberg, König Tegel und Co. Wir sind gespannt.
von Dave | Feb. 17, 2018 | Allgemein
Beim 2. Heimspiel der 2. Mannschaft ging es gegen die 2. Mannschaft aus Barmbek.
Da Andrei und Etienne gesperrt ( 3 Einsätze in der Landesliga) sind und Marten leider krank ausfiel, sprangen Michael und Daniel ein.
2 Stunden wurde intensiv an allen Brettern gekämpft, dann war es Said der den ersten halben Punkt holte, knapp gefolgt von Daniel mit einem ganzen und Haschem mit einem Minuspunkt. 1,5:1,5 Es blieb spannend.
Meine Partie verließ bis zum Ende, trotz gegenseitiger Versuche, nie die Remisbreite, Michael bekam seinen Lieblingsfranzosen aufs Brett, spendierte dem Gegner zwei Bauern um ihn dann elegant auseinander zu nehmen. Rainer L. hatte dieses mal leider kein Glück und verlor seine Partie. 3:3 weiter spannend.
Es spielten noch Tobias mit ausgeglichener Stellung und Lukas mit einer Qualle mehr und leichtem Vorteil. Sah also gut aus für uns, aber es kam mal wieder anders.
Tobias nutzte eine Unachtsamkeit seines Gegners um in ein gewonnenes Bauernendspiel abzuwickeln, das er trotz Zeitnot sicher zu ende brachte.
4:3 und Lukas weiterhin mit Vorteil.
Leider kam der aktuelle Spielstand an Lukas‘ Brett, wie auch immer, als 4,5:2,5 für uns an!?!?
Deswegen bekam Lukas von seinem Gegner Remis angeboten, deswegen lehnte er es aber auch ab.
Dann kam was in solchen Fällen immer passiert: Lukas verdaddelte seine Stellung, sein Turm wurde vom Läufer eingesperrt und er konnte die gegnerischen Bauern nicht mehr aufhalten. Am Ende also 4:4
Den Sieg vergeben aufgrund eines Kommunikationsproblems…daran müssen wir noch arbeiten!
von Dave | Feb. 16, 2018 | Allgemein
Ein Portrait unseres Schachvereins im Harburger Blatt.

Und weitere Impressionen von einem ganz normalen Vereinsabend.
von Dave | Feb. 12, 2018 | Allgemein, Turniere
Am heutigen Sonntag fand in der Schule „Alter Teichweg“ das alljährliche Mannschaftsblitzen statt. Obwohl der ein oder andere aus unserem Team an diesem Tage noch jammern sollte, dass man zu alt und zu langsam zum Blitzen sei (inklusive mir 🙂 ), fanden sich fünf tapfere diagonale Recken, die das Feld ein bisschen aufmischen wollten. Da Matthias und Martin bei meiner Ankunft am Spielort noch nicht anwesend waren, nahmen Christian und ich die Mannschaftsaufstellung in die Hand. Christian beharrte darauf, möglichst weit hinten zu spielen, aber ich nutzte einen Moment der Unaufmerksamkeit, um seinen Namen zumindest noch an die zweite Stelle des Bogens zu kritzeln 🙂 Ich selbst opferte mich am ersten Brett, Matthias hatte die Startnummer 3, Martin die 4 und Haschem die 5. Da nur vier Leute pro Runde eingesetzt werden konnten, rotierten wir wie die Bayern, sodass jeder in etwa die gleiche Anzahl an Partien bestreiten durfte.
In der ersten Runde ging es gegen die zweite Mannschaft von SKJE. Es wurde ein souveränes 4:0, wenngleich man erwähnen sollte, dass das Alter unserer Gegner auch aufsummiert kleiner war als das Alter einiger Spieler aus unserem Team alleine 🙂
Die zweite Runde gewannen wir durch eine geschlossene Mannschaftsleistung mit drei Remisen und einer Gewinnpartie von Matthias mit 2,5 gegen Pauli 2. In der dritten Runde dann leider die erste Niederlage: Ein ganz netter Kontersieg von mir gegen Frank Sawatzki und ein Remis von Christian gegen Jan-Paul Ritscher reichten leider nur zu 1,5 Punkten. In der vierten Runde wurden wir dann ordentlich durchgeschüttelt. Gegen Marmstorf setzte es eine heftige 0:4-Klatsche. In der fünften Runde gab es dann obendrauf die dritte Niederlage in Folge. Ein schöner Sieg von Christian am Spitzenbrett gegen Alexander Trisic reichte leider nicht aus. – 1:3. Eine mögliche Qualifikation zur Norddeutschen war nach diesem Start schon ein ganzes Stückweit entfernt.
In der sechsten Runde lieferten wir aber wieder ab. Unser Gegner (HSK 10!) hatte taktisch aufgestellt, sodass trotz deutlicher DWZ-Vorteile ein Sieg keine Selbstverständlichkeit war. Wir gewannen aber jedes Brett, an dem wir Favorit waren, sodass mit einem 3:1-Sieg der Negativtrend erstmal gestoppt wurde. Da das mit dem HSK-Gegner so gut lief, bestachen wir die Turnierleitung (die das Turnier hervorragend organisiert hatte!), um weitere HSK-Gegner zu bekommen. Gegen HSK 8 in Runde 7 spielte ich etwas provokativ und befürchtete, von meinem jungen Gegner einfach überrollt zu werden. Nachdem er aber eine „kreative“ Idee hatte, seinen König in Sicherheit zu bringen, war ich es, der sich zuerst zum gegnerischen Monarchen durchopfern konnte. Der Rest der Mannschaft hatte auch Spaß am Punktesammeln, sodass am Ende ein 3,5-Sieg zu Buche stand. In der achten Runde wollte der HSK dann seine Niederlagenserie gegen uns brechen, indem sie ihre erste (brutal starke) Mannschaft gegen uns antreten ließen. Ich selbst gab gegen Rasmus Svane relativ übermütig einen Bauern, wofür ich nie wirklich genug Spiel bekam und verlor quasi ohne Kampf. Auch an den anderen Brettern waren unsere Gegner besser (oder schneller), mit 0:4 war unsere Lust gegen den HSK anzutreten erstmal vergangen.
In Runde 9 gab es unsere einzige Niederlage in einem Match, in dem wir Favorit waren. Gegen Bille holten wir nur anderthalb Punkte.
In der folgenden Runde gegen Diogenes 2 durfte ich wieder die Zuschauerrolle genießen. Ich schlenderte durch den Turniersaal und als ich wieder an unsere Bretter kam, strahlten mich die anderen schon an. 4:0!
Zum Dank durften wir in Runde 11 gegen Pauli 1 spielen. Über dieses 0:4 geh ich mal kommentarlos hinweg 🙂
Nun ging es zum Abschluss darum, zumindest noch einen positiven Score zu erreichen. Mit 10:12 Mannschaftspunkten mussten also noch zwei Siege in den letzten beiden Runden her. Der erste gelang in Runde 12 gegen Schachfreunde 2, aber auf die denkbar skurrilste Art und Weise. Matthias gewann schnell, Haschem hatte einen ganzen Figurenkasten mehr, und ich gab meine Partie Remis. Nachdem Haschems Gegner ihm die Hand reichte, bot auch Christians Gegner (mit Mehrfigur und einer Minute gegen 20 Sekunden) Remis, weil der Kampf ja offensichtlich eh verloren war. Was er nicht wusste: Haschem hatte seinen Gegner Patt gesetzt, ein Sieg hätte also noch zu einem Unentschieden gereicht! So nahmen wir dankbar diesen knappen 2,5-Erfolg mit in die letzte Runde, in der wir dann abermals gegen eine Mannschaft des HSK antreten durften. Ein kampfloser Sieg brachte uns 1:0 in Front, ich opferte mich im Mittelspiel im Zentrum durch und auch Haschem und Christian gönnten sich noch einen runden Abschluss mit ihren Siegen. Damit hatten wir zumindest genauso viele 4:0-Siege wie 0:4-Niederlagen, was irgendwie erträglich war 🙂 In der Schlusstabelle belegten wir damit den achten Rang, was gegeben den Turnierverlauf und unseren 13. Startrang ein achtbares Ergebnis ist.
Ich selbst holte 7/11 (was ganz in Ordnung dafür war, dass ich in fast jeder Partie nach der Eröffnung schlechter stand). Christian war überaus solide. Er verlor nur zwei Partien und holte starke 7,5/11. Matthias holte insgesamt schöne 6,5/10, Martin 3/10, Haschem mit einem Endspurt noch 3,5/10.
Insgesamt hätte uns wahrscheinlich ein Spielen mit Inkrement ganz gut getan (was mit den gegebenen DGT-Uhren auch möglich gewesen wäre), da wir selbst häufiger über die Zeit gehoben wurden als andersrum. Ich persönlich finde es ja immer schade, wenn eine interessante Partie auf diese Weise entschieden wird, wenn man das Problem mit einer Bedenkzeit wie 3+2 o.ä. einfach umgehen könnte. Am Ende des Tages stießen wir im Blockhaus trotzdem auf unser Ergebnis an und ließen das Turnier im gemütlichen Rahmen ausklingen:)
Christoph
von Dave | Feb. 7, 2018 | Allgemein, HMM, Landesliga
Gestern ging es für unsere Truppe zu einem wegweisenden Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft der Schachfreunde. Auf dem Papier waren wir wohl klarer Favorit. Nicht nur, weil wir an den meisten Brettern die höhere Wertungszahl aufzuweisen hatten, sondern auch, weil die Schachfreunde in der Tabelle den letzten Platz belegten. Dennoch war uns bewusst, dass kein leichter Kampf bevorstehen würde. Zum einen, weil unsere Gegner mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen den bis dato führenden HSK ein Lebenszeichen gesendet hatte, zum anderen, weil unsere Gegner einige gefährliche Jungspunde aufgeboten hatten. Dennoch war ein Sieg fest eingeplant und kaum einer ahnte, zu was für einem gebrauchten Sonntag sich der Tag entwickeln sollte…
Aber der Reihe nach: Alles begann mit der Aufstellung. Captain Matthias musste für das Spiel krankheitsbedingt absagen (oder wollte er Martins standardmäßige Jammern bei jeder Schwarzpartie verhindern?), für ihn sprang kurzfristig Said in die Mannschaft. Damit ergaben sich die Paarungen (aus Sicht von Diagonale):
Ich (Christoph) – Florian Kull
Niels Jorgen – Matthias Hermann
Christian – Gerrit Oelmeyer
Gregor – Jonas Simon Gremmel
Martin – Oliver Steinmetz
Daniel – Fritz Fegebank
Said – Clemens Mix
Andrei – Tino Paulsen
Zwei Partien endeten ziemlich schnell friedlich. Christian schien aus der Eröffnung mit einer guten Stellung mit Läuferpaar rausgekommen zu sein. Nachdem es sein Gegner dann aber schaffte, die weiße Struktur zu entwerten, gab Christian die Partie Remis. Gregor zog seine Eröffnung am Damenflügel auf. Sein Gegner stellte sich aber sehr harmonisch hin und spielte auf sein Übergewicht im Zentrum. Zwischendrin gefiel mir die schwarze Stellung gar nicht, aber Gregor gelang es, den gegnerischen Raumvorteil einzudämmen und in ein Endspiel abzuwickeln, das für beide Seiten kaum zu gewinnen war. 1:1 – als Zwischenergebnis war zwar keine Katastrophe, aber da wir an den Brettern 3+4 traditionell mehr als 50% holen, mussten wir nun woanders auf die Suche nach vollen Punkten gehen.
Martin – als Ersatzspielführer – ging mit gutem Beispiel voran. Er besaß die ganze Partie über mehr Raum und die flexiblere Struktur. Mit einigen taktischen Finessen krönte er dann seinen Angriff am Königsflügel mit einem Figurengewinn, wonach er die Partie sicher verwertete. 2:1
Andrei erreichte in seiner Partie eine typisch-königsindische Struktur. Er verzichtete auf den typischen Plan mit f5-f4 nebst g6-g5-g4, um stattdessen die f-Linie zu öffnen und den gegnerischen König auf f1 anzugreifen. Dieser brachte sich aber schnell in Sicherheit und in der entstandenen Struktur ohne eigene Hebel hatte er die undankbare Aufgabe, sich passiv gegen den weißen Angriff am Damenflügel zu stellen. Es kam aber, wie es kommen musste, Weiß fand einen Durchbruch und Andrei blieb nichts anderes als die Partie aufzugeben. 2:2
Said opferte in der Eröffnung seinen wichtigen e4-Bauern, um seinen Figuren offene Linien zum Angreifen zu geben. Die schwarze Struktur war aber dermaßen fest (u.a. Bauernkette f7-e6-d5), dass die Kompensation eher dünn wirkte. Said bemühte sich bis ins Endspiel, ausreichende Aktivität zu erzeugen, doch spätestens nach einem Rechenfehler im Turmendspiel war es ein Kampf gegen Windmühlen. 2:3
Ich selbst wurde von meinem Gegner mit 1.d4 d5 2.c4 Lf5!? überrascht. Da ich selbst auf der Suche nach einer Schwarzeröffnung gegen 1.d4 schon sämtliches Kraut gespielt habe, wusste ich, dass 3.cxd5 Lxb1 4.Da4+ c6 5.dxc6 Sxc6 6.Txb1 sehr unangenehm für Schwarz ist, da Weiß einfach das Läuferpaar bei offenem Zentrum bekommt. Mir gelang es, den Vorteil aufrecht zu erhalten und Schwarz ließ sich irgendwann auf eine forcierte Variante ein, die in einem interessanten 4 vs 3 Bauern an einem Flügel, bei ungleichen Läufern, aber Türmen auf dem Brett mündete.
Ohne allzu tiefe Analyse, deutet meine Chessbase-Suche nach ähnlichen Endspielen darauf hin, dass die Stellung tatsächlich sehr gewinnträchtig ist (was sich mit meiner eigenen Einschätzung während der Partie deckt), weil der schwarze Turm passiv an den f7 gebunden ist und Schwarz auch nicht so schnell aus der Situation rauskommt. In der Folge gelang es mir tatsächlich schnell Fortschritte zu machen und – indem ich es irgendwann schaffte, die Ungleichfarbigen mit einem kleinen Trick abzutauschen – in ein gewonnenes Turmendspiel abzuwickeln. 3:3
Bisher waren alle Partien relativ bald nach der ersten Zeitkontrolle entschieden worden. Die letzten beiden Partien wurden allerdings eine richtige Marathon-Veranstaltung.
Daniel holte sich in der Eröffnung die schwarzen Felder und stand immer sehr bequem. Auf der Suche nach Ideen, seine Stellung weiter zu verbessern, lavierte er eine ganze Weile umher, lehnte mehrere Remisangebote ab und entschied sich irgendwann im Mannschaftssinne (zu dem Zeitpunkt sah es eher gefährlich für uns aus), die Brücken hinter sich abzubrechen und volles Risiko zu fahren. Sein routinierter Gegner wehrte aber alle Drohungen ab, brach selbst im Zentrum durch und hinterließ Daniel eine Stellung, die dann wohl einfach nicht mehr zu verteidigen war. 3:4
Als allerletztes spielte noch Niels Jorgen. Er hatte (mit Schwarz) aus der Eröffnung heraus eine Stellung erlangt, in der er selbst in keiner Verlustgefahr war, aber ohne Gefahr auf den vollen Punkt drücken konnte. Als Preis dafür musste er allerdings alle Figuren bis auf ein Turmpaar abtauschen. Niels Jorgen probierte alles, um seine bessere Struktur in etwas Greifbares zu verwerten, gewann einen Bauern, probierte jeden erdenklichen Winkelzug, aber musste letzten Endes seinem Gegner Anerkennung zollen, der jeden Gewinnversuch abwehrte, sich trotz schwieriger Verteidigungsstellung nie in Zeitnot bringen ließ und am Ende das Remis rettete. Am Ende des Tages stand also eine unerwartete 3,5-4,5-Niederlage. Nach Hätte-hätte-Fahrradkette ließe sich wieder über alle möglichen Ereignisse im Konjunktiv diskutieren („…, hätte Matthias gespielt; hätte Daniel das Remis angenommen;…“), aber letzten Endes war die Niederlage wohl einfach verdient. In drei Wochen (25.2) geht es zuhause gegen Großhansdorf, die zwei Mannschaftspunkte vor uns liegen. Wäre kein schlechter Zeitpunkt, mal wieder einen Sieg einzufahren!
Christoph