Großhansdorf ist immer eine Reise wert

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Am Sonntag ging es für uns nach Großhansdorf zur 3.Runde der Landesliga. Wir hatten uns vorgenommen die weiße Weste zu behalten. Mit 6,5 zu 1,5 klappte dies auch 1a, Tabellenführung inklusive. Alle Details sind auf den wunderbaren Bildern von Wolfgang Wilke zu sehen, die er uns netterweise zur Verfügung stellte.

Noch ein paar Details in Stichworten:

  • Schiri war prima
  • Mannschaftskampf sehr harmonisch
  • Brett 5-8 haben erstmals in der Landesliga mehr Punkte als Brett 1-4 geholt 🙂
  • Essen beim Italiener war Spitze
  • In 3 Wochen geht es als Spitzenreiter gegen den Dritten St.Pauli zuhause weiter

 

Landesliga Runde 2: Die Punkte bleiben in Harburg

Am ersten Ruhetag der Schach-WM lag es am heutigen Sonntag an uns Landesligaspielern, die Schachfans weltweit mit kämpferischem Schach nahe der Perfektion zu verzücken. Naja, das mit dem kämpferischen Schach wird jeder bestätigen, der heute dabei war. Das mit dem perfekten Schach wird zumindest keiner der Leser widerlegen können, da dieser Bericht komplett ohne Partiefragmente auskommen wird:)
Zu Gast waren unsere alten Bekannten von der weißen Dame. Zum Glück verzichtete Schiri Nils Altenburg auf seinen Vorschlag, am 11.11 die Partien erst um 11:11 anzupfeifen, denn da mein Gegner erst circa 6 Minuten nach dem Start am Spiellokal ankam, bekam ich ausnahmsweise live mit, welche Eröffnungen an den anderen Brettern so gespielt wurden. Jens Ove und sein Gegner Peter-Rene Mandelbaum (Elo 2091/DWZ 2090) ließen sich scheinbar von der Eröffnungswahl der WM-Kämpfer inspirieren, wenngleich Jens Ove aus seiner Weißpartie mit deutlich weniger Problemen rausging als die beiden 2800er. Niels Jorgen ließ seinen Gegner Florian Popist (1904/1915) ein schönes Zentrum aufbauen, um dieses bei erster Gelegenheit mit c7-c5 anzugreifen. Als Antwort wählte Weiß einen Aufbau mit langer Rochade und es entstand eine extrem zweischneidige Stellung. Christian legte seine Eröffnung gegen Georg Lansky (1959/1977) sehr ruhig an, holte sich aber das Läuferpaar und spielte auf einen kleinen Vorteil mit aktiveren Figuren.
Matthias verfolgte mit Schwarz eine ähnliche Strategie, musste gegen Andrej Martens (2040/ 1989) aber zumindest einen Raumnachteil als Kompensation für das Läuferpaar in Kauf nehmen. Seine Stellung war dadurch ganz bequem, aber es war schnell absehbar, dass Weiß vermutlich in der Lage sein würde, mit Massenabtäuschen in eine remisige Stellung abzuwickeln. So kam es dann auch und wenngleich in der späteren Analyse mit Jens Ove noch ausgefallene Ideen probiert wurden, um die Remisabwicklung zu verhindern, war das Unentschieden doch das logischste Ergebnis. 0,5-0,5
Esmat überließ ihrem Gegenüber Lars Schiele (2095/ 1991) in der Eröffnung eine Menge Raum am Königsflügel, versuchte in der Folge aber erfolgreich die geschwächten Felder, die die vorgepreschte schwarze Bauernmasse hinterlassen hatte, auszunutzen. Aus der positionell angelegten Partie wurde allerdings schnell ein taktischer Schlagabtausch, als Esmat mit einem feinen Scheinopfer auf Bauernjagd ging und Lars seinerseits mit trickreichen Zwischenzügen antwortete.
Martin (natürlich wieder mit Schwarz) wurde von Jan Ludwig (2052/ 2011) in einer ziemlichen Nebenvariante getestet, in der Weiß vorübergehend einen Bauern opfert, um mit seiner Dame die Entwicklung des gegnerischen Königsflügels zu behindern.
Etienne wählte eine ruhige Weißeröffnung, aber zeigte im Anschluss keine Scheu für Ungleichgewichte in der Bauernstruktur zu sorgen. Tatsächlich entstanden in der Partie gleich verschiedene interessante Strukturen, die äußerst zweischneidig waren.
Ich selbst wählte eine solide Erwiderung gegen den Aufbau meines Gegners Vincent Heinis (2073/ 2074), der sich mit einem Damenfianchetto (b2-b3) aufgebaut hatte. Der Schein war aber trügerisch, denn als mein Gegner im zehnten Zug mit h2-h4 loslegte, war klar, dass meine Partie kein positionelles Rumgeschiebe werden würde. Ich gab mein Läuferpaar auf, um unmittelbare Drohungen gegen meinen König zu vermeiden, hätte diese Entscheidung bei genauem Spiel meines Gegners aber vielleicht bereuen können. Zum Glück lief mein Gegner in einen Trick, der ihn Läuferpaar und Bauern kosten sollte und nachdem er mit seinem König in ein Schach lief, das er lieber nicht hätte zulassen sollen, gab er auf. 1,5-0,5
Die nächsten Partien entschieden sich in der Zeitnotphase. Martin hatte seinen König geschickt am Damenflügel in Sicherheit gebracht und hatte für eine gegebene Qualität allerhand Gegenspiel. Mit wenig Zeit auf der Uhr passierte ihm aber ein Missgeschick, das ihn die Partie kostete. 1,5-1,5
Christians Partieanalage sah für mich aus, als hätte er ständige Kontrolle über die Partie. Nach der Partie beklagte er zwar seine eigene Ideenlosigkeit, aber da er dies nach jeder seiner Partien tut (egal wie überzeugend er gewonnen hat), vertraue ich mal meinem ersten Eindruck:) Als die Partie an Schärfe gewann, behielt Christian einen kühlen Kopf und nutzt einen Fehler vom Gegner zum vollen Punkt. 2,5-1,5
Jens Ove hatte sich in der Zwischenzeit einige positionelle Vorteile rausgespielt, auch wenn Peter-Renes Stellung sehr solide aussah. Mit einem schönen taktischen Ablenkungsopfer beseitigte Jens Ove einen gegnerischen Bauern auf c5 und konnte fortan ein Endspiel mit Mehrbauer führen. Im Endspiel zeigte er seine ganze Klasse und gewann überzeugend. 3,5-1,5
Sein Bruder hatte es geschafft, eine ganze Menge Bauern zu gewinnen, die in einem Endspiel Dame vs. 2 Türme wohl auch so zum Sieg gereicht hätten. Wie auch immer, Niels Jorgen ließ es nicht darauf ankommen. Mit einer Kombination, wie gemacht für jedes Taktikbuch, konnte er die gegnerischen Figuren so hinlocken, dass in jedem Fall ein Turm abgefallen wäre. Sehr sehenswert! 4,5-1,5
In Etiennes inhaltsreicher Partie hatten beide Seiten ihre Möglichkeiten. Schwarz gelang es, die gefährlichen Schwerfiguren vor seinem König abzutauschen und ein Springerendspiel mit gedeckten Freibauern zu erreichen. Etienne zeigte aber gute Technik und hielt den Laden problemlos zusammen. 5-2
Am längsten spiele Esmat. Aus dem taktischen Geplänkel ging sie mit einem Springer vs. Läufer Ungleichgewicht heraus, allerdings bei offenem Zentrum und einem Springer, dem der Rückzug abgeschnitten schien. Ihr Gegner gewann einen Bauern und Esmat war um ihre Stellung nicht zu beneiden. Am Ende schaffte sie es aber die Leichtfiguren abzutauschen und in ein Turmendspiel abzuwickeln, das sie ganz stark halten konnte. Damit ergab sich der Endstand von 5,5-2,5, was unser höchster Sieg seit knapp zwei Jahren sein müsste. (Marten hätte es genauer recherchiert:) ) Zur Belohnung schieben wir uns auf Platz 3, knapp hinter Eimsbüttel und Pauli, die beide ihre ersten Spiele extrem hoch gewinnen konnten. In zwei Wochen (25.11) heißt es in Großhansdorf die Siegesserie fortzuführen. Mit perfektem Spiel sollte das gelingen.
Christoph

Saisonstart geglückt: 5-3 in Fischbek

Brett 1-4 Christoph, Jens-Ove, Niels-Jorgen, Christian (Foto: Andreas Wanke)


Am Sonntag ging es zum Landesliga-Saisonstart nach Fischbek. Fischbek hatte sich in der Vorsaison sehr souverän für die Landesliga qualifiziert und ist sicher der stärkste Aufsteiger. Esmat und Thomine waren nicht am Start, dafür aber unser lieber Jens Ove. Jens Ove und Niels Jorgen hatten auch einen verwegenen Plan ausgeheckt: Hinten Remis spielen und vorne alles gewinnen.

Brett 5-8 Matthias, Martin, Daniel, Etienne (Foto: Andreas Wanke)


Und da Otto schon vor vielen Jahren dichtete „Dänen lügen nicht“, hielten wir uns sehr gut an die Vorgabe und holten 3,5 an 1-4 und 1,5 an 5-8.
Im Schweinske beim Schnitzel tüftelten wir schon an einer neuen Strategie für das Spiel am 11.11. gegen Weisse Dame. Vielleicht drehen wir die Spieltaktik einfach um?!

Daniel ist unserer neuer Blitzkönig

 

Am Donnerstag fand in Alten Forst die Blitzmeisterschaft des SV Diagonale Harburg statt.

12 Teilnehmer haben starke Partien geleistet und der Blitzkönig wurde letztendlich dann am 6. 9. 2018 Daniel Hoppe mit 8,5 Punkten aus 11.

Zweiter ist Marten mit 8 Punkten und der Dritte Platz geht an Matthias Wasmuth.

Die komplette Tabelle findet ihr hier

Blitzpokal 2018

 Am 30.08. hatte Haschem zu Blitzpokal eingeladen. Gespielt wurde im Doppel-K.O.-System mit jeweils 2 Partien pro Runde. Bei Gleichstand entschied eine Sudden-Death-Partie.

Es kamen immerhin 11 Teilnehmer, so dass 5 Freilose herhalten mussten um die 16 voll zu bekommen. So kamen auch alle Verlierer der ersten Runde kampflos durch die zweite. In der dritten Runde verloren Bilal, Rainer L. und Andi ihre zweite Partie und schieden aus. Eine Runde weiter traf es Rainer J. und Tobias. Detlef und Said eine Runde später.

Es blieben noch 4 Spieler über: Martin und Haschem, die noch keine Partie verloren hatten auf der Winner-Seite und Etienne und Dave mit je einer verlorenen Partie auf der Looser-Seite. Martin setzte seine Serie fort und gewann gegen Haschem, der nun auf Dave traf, der gegen Etienne gewonnen hatte. Wie schon in der ersten Runde gewann Hashem gegen Dave und musste nun im Finale wieder gegen Martin ran. Da Martin immer noch keine Partie verloren hatte, müsste Hashem in zweimal schlagen. Aber Martin verpasst Haschem seine zweite Niederlage um gewann den Blitzpokal!

Den ganzen Verlauf mit allen Paarungen seht ihr hier